Robojournalist im Anmarsch

Journalistenkollegen aufgepasst! Sicher habt ihr es schon gehört oder gelesen. Na klar, ihr seid ja Journalisten. Hören, sehen, riechen, fühlen, schmecken, lesen, staunen und schreiben … Immerhin ist das euer Metier.

Dann wisst ihr es also vermutlich schon: Demnächst schreiben oder tippen nicht mehr wir selbst (nämlich manuell), sondern die Computer selbst (richtig, nämlich automatisch) die Artikel.

Was? Ihr habt doch noch nicht davon gehört?

Et voilà, ich werde endlich mal etwas konkreter: Der „Robojournalist“ ist im Anmarsch – und mit ihm das so genannte Stats Monkey System. Im Jahr 2009 ist es an einer Universität in den USA entstanden. Informatikstudenten hatten damals von ihrem Professor die Aufgabe erhalten, eine Software zu entwickeln, die rohe, von Menschenhand verfassste Textbausteine in ganze und vor allem schlüssige Erzählungen verwandelt. Die Journalisten lieferten also die Textfragmente, die fleißigen Techniker tüftelten und bastelten.

Es funktioniert – und das immer besser: Mehr und mehr Artikel werden jetzt nach diesem System verfasst. 2011 waren es noch 400.000 weltweit, in diesem Jahr sollen es bereits 1,5 Millionen werden.

‚Was soll nur aus uns werden?‘, fragt sich da die Journalistin, die übrigens noch immer davon überzeugt ist (oder es so ganz unbedingt sein will), dass Maschinen niemals menschliche Emotionen werden erzeugen können. (Fragt sich nur, wie lange sie noch daran glauben kann …)

Ach ja. Die gute, alte Recherche. Wie lange wird es sie wohl noch geben?

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Türkische Gaumenfreuden

Mal so ganz nebenbei bemerkt: Ich stehe ja total auf türkisches Essen! In der drittgrößten Stadt der Türkei – in Izmir – habe ich kürzlich sehr schmackhaftes „Adana Kebap“  (siehe eindrucksvolles Foto unten) gegessen – und für absolut gut befunden. Auch total lecker: die Beilagen. Gegrillte Tomaten, grüne Pepperoni und „Maydanoz“ – Petersilie.
(Kleiner Themenexkurs: Habe ich schon erwähnt, dass „maydanoz“ mein erstes Wort auf Türkisch war? Sehr bald darauf folgten „teşekkürler“ – danke – und „çooook teşekkürler“ – viiiielen Dank.)

Zurück zum Adana: Die meisten von euch kennen diese gut gewürzte Köfte-Variante, bei der das Hackfleisch auf Spießen zumeist über Holzkohle gegrillt und anschließend auf Brot („kebap“) gelegt wird. Doch was die wenigsten wissen: Die Köstlichkeit stammt aus der türkischen Stadt Adana in der gleichnamischen mitteltürkischen Provinz. So weit, so gut.

Und was sonst noch? Viel Zeit nehmen … Beim Essen immer ganz viel Zeit zum Genießen nehmen – ein Stück türkische Mentalität, die ich auf jeden Fall in meinen Alltag integrieren werde (falls ich das schaffe bei all der Hektik …).

Na dann: „Afiyet olsun“ – guten Appetit!

 

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Herbert, der Küssfisch

Eigentlich wollte ich ihn mir ja nur einmal anschauen – so von Nichtfisch zu Fisch.
Ich beuge mich also vor und gehe direkt mit der Nase an das Aquarium heran.
Da kommt er auch schon angeschwommen, und ich kann nicht glauben, was dann passiert.
Es ringt mir noch im Nachhinein so manchen Lachflash ab.
Herbert  (zugegeben, Herbert ist ein türkischer Fisch, aber passt dieser Name nicht ausgezeichnet zu ihm?) kommt mit seinem Maul direkt an die Glasscheibe heran – und küsst mich. Stubs!
Ich bin begeistert! Ihr nicht auch?

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Back again

Merhaba Freunde! Wenn einer eine Reise tut, so hat er viel zu erzählen. Soviel ist klar. Und hat einer eine Reise getan und ist dann wieder daheim angekommen, so muss er sich und seine Gedanken erst einmal neu sortieren. Zumindest geht es mir jetzt so.

Seit drei Tagen bin ich wieder in Deutschland, habe die Westtürkei hinter mir gelassen. Meine Stationen während des Reisemonats waren unter anderem: Izmir – Kuşadası – Didim – Bodrum – Fethiye – Antalya – Denizli – Salihli – Ayvalık – Bursa – Istanbul. Gerade erst angekommen – und schon vermisse ich meine neuen türkischen Freunde. Danke für alles! Çok teşekkürler!

Ihr könnt euch sicher denken, dass ich jetzt wie wild Bilder sichte und sie natürlich alle mit euch teilen möchte. Später wird es dann auch wieder Reisereportagen geben, die euch hoffentlich gefallen werden.
Hier erst einmal eine kleine Fotoimpression.

Görüşürüz, ihr Lieben!

Die „weiße Stadt“: Bodrum. Sie befindet sich in der Provinz Muğla (Südwesten der Türkei).

 

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