Stereo Love oder: Traum vom Meer

Oft gehört, noch immer nicht überhört. Bei diesem Lied muss ich an ein junges Mädchen in einer anderen Zeit denken. 14 Jahre ist sie alt. Sie steht auf einem Hügel und träumt von der Ferne. In den Armen hält sie ein schweres, rotes Akkordeon der Marke Weltmeister. Pianogrifftechnik. 120 Bässe. Es ist wirklich schwer. Aber das macht ihr nichts, sie spürt das Gewicht nicht. Nicht jetzt. Ihre schweren schwarzen Zöpfe wippen zum Takt.

Sie spielt Seemannslieder. Immer und immer wieder. Vor ihrem geistigen Auge kann sie es sehen und rauschen hören – das Meer. Wäre sie ein Mann, würde sie Matrose werden. Und auch, wenn sie jetzt noch keine elektronischen Klänge kennt: Ihre Träume klingen genau so wie dieses Lied – da bin ich mir sicher. Ich liebe Dich, Mama – vor allem für Deine Leidenschaft.

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