Ein eher nicht so entspannter Alltagstag …

Ruhe!

Kurz vor sechs Uhr am Morgen. Mein kleinster Junge ist erwacht und „küsst“ mich. Süße Schlabbersabber im Gesicht. „Mama, Buch leseeen!“ Ich versuche, seinen Befehl seine Bitte zu ignorieren. Der Knabe krabbelt unsanft über mich hinweg, läuft zum Bücherregal, kommt mit irgendsoeinem dicken, schweren Buch über den Bauernhof wieder. Aua! Er trifft mich am Kopf. „Mama ist noch sooo müde!“, entfährt es mir. K. meckert los. „Ist ja gut“, versuche ich ihn ungeduldig zu beruhigen. „Komm her, mein Schatz, wir kuscheln noch ein bisschen.“ Jetzt plärrt weint er. Also kein Kuscheln? „Lesen, Mama!!“
Eine Energie hat dieser Zweijährige am frühen Morgen. Von mir hat er das jedenfalls nicht …

06:45 Uhr: K. zieht mir die Decke weg. Gnadenlos. „Mama, aufdeehhn, rundergehn, Kassee!“ Stimmt. Kaffee könnte mir helfen. (Wird er garantiert nicht. Das tat er nie. Und er wird mich auch nicht wecken. Aber allein der Glaube an die mit Kaffee verbundene Gemütlichkeit, im Bett sitzend und schlürfend … der versetzt Berge, in diesem Fall die Schwangerschaftsunddanachimdoppelpackberge meines Körpers: Ich muss mich dann jetzt mal hochwuchten aus diesem kuscheligen, warmen, einladenden Bett … )
Wieder fallen mir die Augen zu. Nur noch eine Sekunde schlafen … Aber mein persönlicher Wecker K. zieht weiter energisch an der Decke (und jetzt auch an mir) herum. „Ich komme ja. Maaaann!“, maule ich.

07:10: Als ich mit dem Kaffee wieder hochkomme, schläft der große „Junge“ natürlich noch. P. auch. Die haben vielleicht Nerven … Während ich schon eine gefühlte Ewigkeit wach und doch sooo müde bin – und Bauernhofbuch lesen muss. (Alle Versuche, K. noch einmal zum Dösen zu bewegen, waren natürlich kläglich gescheitert. Nachher verstecke ich dieses blöde Buch!) Das Leben ist ungerecht.

7:45 Uhr: Das Kinderzimmer ist quasi verwüstet, das Klo besetzt, P. will sich nicht anziehen („erst naaaaach dem Frühstüüüück!“), K. lässt sich nicht wickeln („Mama, neeein!“). T. lümmelt auf dem Bett. („Bin ich müüüde … „). Ich brubbele vor mich hin, jaja, macht doch alle, was ihr wollt, macht ihr doch eh immer. Die Ungerechtigkeit dieser Welt lastet auf meinen armen Schultern.
Ich trete auf einen Plastik-Heckspoiler und muss jetzt echt fast heulen. und das schon um kurz vor acht. Stattdessen wettere ich: „Frühstück jetzt, los!“

08:00 Uhr: „Was möchtest Du essen, Brot oder Cornflakes?“ P. antwortet nicht, sondern turnt auf dem Sofa herum und hinterlässt belustigt Spuckespuren darauf. „Hallo? Lässt Du das bitte mal sein? Was möchtest Du jetzt essen?“ Immer noch keine Antwort. Andere Richtung. „K., was möchtest Du essen?“ Lego Duplo ist spannender. K. baut jetzt ein Haus. Mit einem Pferd auf dem Dach.  „Gut, dann schmiere ich mir jetzt selbst eine … Stulle.“ P. kommt angerannt. Er hört, was ich sage und buhlt jetzt um die Gunst des zuerstgeschmierten Butterbrotes. „Gesalzen!“ Alles klar, Chef.

08.30 Uhr: Geschafft. P. ist im Kindergarten, T. auf dem Weg zur Arbeit. „Mamaa, pieleeeeeen.“ Oh nein, jetzt das. „Mama, jetz Lego pielen.“ Bitte nicht, ich muss doch so viel tun … „Mama muss arbeiten.“ Die Zeit des Einfachnurbauens ist auch beim ihm jetzt übrigens vorbei. „Maamaaaaaaaa!“ Er. Will. Rollenspiele. Seit ein paar Tagen ist es sowieso krass: Entferne ich mich auch nur eine Minute. geht es schon los: „Mama. Mamaaa? Mamaaaaa!“ Was für einen Sprung macht der Kerl eigentlich jetzt wieder?? „Mama, heeertomm‘!“ Okay, ein paar Minuten Spiel, dann Einkaufen und zur Post. Alltagsgedöns erledigen. Hoffentlich schläft K. nachher schön lange, damit ich am Schreibtisch ein bisschen meine Ruhe haben was wegarbeiten kann.

09.30 Uhr: Auf dem Weg zur Bank. Geld abholen. Kein Parkplatz frei, ich parke in der Eile richtig dämlich auf dem Bordstein. Die Radkappe hat sich gelöst. Wütend trete ich sie wieder an den Reifen. Passt. Eine kleine Delle ist geblieben. Ich fluche vor mich hin. Das alles nur, weil die Leute hier wieder alles zuparken. Haben die keine Fahrräder? (Memo an mich selbst: Nächstes Mal wieder mit dem Rad zur Bank.)

09.35 Uhr: Stehe vor dem Geldautomaten, K. will überall drücken (zur Zeit möchte er alles allein machen: zum Beispiel schneiden, kochen und eben drücken, was das Zeug hält). Ich aber will einfach nur Geld abheben, krame die Karte hervor und … oh. Die Versichertenkarte. Wo. Ist. Meine. EC-Karte?!

10:00 Uhr: War bei der Post („Mamaa, ich abgeben!“) und habe die Pfandflaschen abgegeben („Mama, ich abgeben!!“), mich über die Summe gefreut, die dabei zusammenkam. Konnte ein paar Kleinigkeiten davon kaufen. („Ich will Gummibärsen essen.“) Wenigstens kann ich dem Besuch heute Nachmittag etwas anbieten.

11:00 Uhr Wieder zu Hause. Habe meine Karte nicht gefunden und musste sie leider sperren. K. schläft jetzt. Ich sitze am Schreibtisch und bin immer noch müde. Eigentlich bin ich fast immer müde. Ich träume mich zu den Seychellen oder zurück nach Thailand. Ich schaffe ganze zwei Absätze, dann ruft der Herd. Mittagessen vorbereiten.

12:30 Uhr: K. erwacht jammernd. Er hat Hunger. „Mama, mäckt nisch.“ Na danke. Wofür all die Mühen und wertvolle Zeit in der Küche? Aus dem Eintopf fischt er sich nur die Kartoffeln. („Karotte nich!“ – „Das ist Sellerie!“) Immerhin löffelt er den Gemüsesud. Zerkochte, aber noch vorhandene Vitamine. Nimm das, Du … Sohn! Ich krieg‘ Dich doch immer. Hähä.

13.45 Uhr: Wir holen P. aus dem Kindergarten ab. K. will unbedingt mit dem Laufrad fahren. Er kann es erst seit ein paar Tagen (und „können“ ist wirklich etwas euphemistisch formuliert.) „Vorsicht, ein Auto.“ – „K., bleib schön bei mir!“ – „Nicht so weit in der Mitte fahren!“ Die Hundekacke, die sich nach dem kleinen Sturz an K.s Hände heftet, wische ich mit ein paar Blättern weg. Im Kindergarten gibt es ja Wasser. K. schreit. Er hat Angst. „Nein, die Krähe tut Dir nichts. Die krächzt nur. Außerdem bin ich doch da!“ Und ich beschütz‘ Dich. Genau. Na, jedenfalls habe ich jetzt ein paar weniger Nerven und dafür ein paar mehr graue Haare.

15:15 Uhr: Der Besuch ist da. Ein Kindergartenfreund von P. Ein toller kleiner Kerl. Mit seiner Mutter führe ich intensive Gespräche über den bevorstehenden Schulstart der beiden im nächsten August, über die Erschöpfung, die uns Mütter nicht selten übermannt. Äh, überfraut. Über Sensibilitäten und Kuriositäten und Befindlichkeiten unserer Söhne (von denen wir insgesamt fünf haben). Wir beschäftigen uns mit Dingen, die in unserem Leben zu kurz kommen und die wir uns im Alltag immer wieder zurückerobern müssen, weil wir sonst nämlich zu verwahrlosen drohen. K. leistet uns die meiste Zeit am Tisch Gesellschaft, isst Dinkelwaffeln und pupst. Wir lachen alle drei.

20:15 Uhr: Ich bin alle. Die Jungs schlafen tief und fest („Nein, ich will mich noch nicht umziehen.“ – „Nee, ich möchte nicht Zähneputzen.“ – „Erst musst Du uns fangen, Mama!“ – „Eierloch, fang uns doch!“ – „Noch eine Geschichte, Mamaaaa! Bitte, danach ist auch wirklich Schicht im Schacht!“ Bitte, was, Schicht im Schacht??).
Ich habe es mir mit einem Glas Rotwein vor dem Rechner gemütlich gemacht und schreibe. Ach, herrlich. Was liebe ich das. Mein Element: diese Buchstaben. Das Gefühl, wenn die Finger über die Tasten gleiten …
Diese Ruhe. Diese Alleinsamkeit mit mir selbst und den Gedanken. Diese … Hä? Horch? Mist. Moment, gleich geht es weiter, ich muss noch mal kurz zu K.

Hauptsache gesund?

Immer in Aktion: meine beiden kleinen Buben.

Ich erinnere mich noch genau daran: Das Geschlecht meines ersten Kindes war jedem schnurzpiepegal, auch mir selbst. Damals – vor bald sechs Jahren – führte ich noch ziemlich akribisch einen Schwangerschaftsblog über die üblichen Umstandswehwehchen, die schönsten Momente und Entwicklungen, die heftigsten Emotionen und die Geburt (ein Hammer!). Der Arbeitstitel für meinen Blog lautete „Paule“. Irgendwie habe ich wohl schon geahnt, dass da ein kleiner Junge fröhlich durchs Fruchtwasser paddelt.
Und was haben sich alle gefreut, als sich dann bestätigte, dass tatsächlich ein Sohn zu uns kommen würde. Erste Stricksachen ereilten uns, Spieluhren, Hygiäneartikel sowie viele andere sehr erwünschte (und sehr unerwünschte) Kleinig- und Großigkeiten. Im Ernst: Es war sogar schon ein Reflektor für den ersten Schulranzen dabei. So aufmerksam und lieb war das alles. Ich fühlte mich – im wahrsten Sinne des Wortes – rundherum wohl.

Großer Bruder, kleine Schwester?

Als sich über zwei Jahre nach der ersten Geburt unseres ersten dann unser zweiter Sohn ankündigte, war mir das Geschlecht tatsächlich schon wieder egal. Ein kleiner Bruder für P? Mit dem er tüfteln und toben kann? Super! Eine Schwester, die ihm eine andere Perspektive („Mädchenthemen“ eben) eröffnet? Prima! Für mich fühlte sich beides schön an, für P hingegen war es sowieso schon entschieden: Es musste ein Bruder her.
Ich freute mich jedenfalls schon jetzt auf die neuen „Aufmerksamkeiten“ der Verwandtschaft in Vorfreude auf K. (Dass Geschenke während der zweiten Schwangerschaft irgendwie fast immer vollständig ausbleiben, hatte mir aber noch keiner verraten … )
In meinem Kopf drehte sich ohnehin alles um ganz andere Themen: Wird uns noch einmal das Glück eines gesunden Kindes zuteil? Werde ich der Doppelmutterrolle gewachsen sein (krass: Doppel-P, Doppel-T, Doppel-R und Doppel-L!)? Wie ist das mit der Liebe? Werde ich eines der Kinder bevorzugen? Und so weiter.
Doch da wünschte mir auf einmal schon jeder eine kleine Schwester zum großen Bruder.  „Das sieht immer sooo schön aus, wenn der Große dann die Kleine beschützt.“ (Klar, und wenn der Große dann den Kleinen betüddelt, sieht das ja auch wirklich doof aus … ) – „Dann kannst Du die Erfahrung machen, ein Mädchen großzuziehen.“ (Ja wirklich? Ähm. Eigentlich wollte ich doch einfach nur ein zweites Kind … ) – „Nach Deinem stürmischen Buben tut Dir ein ruhiges Mädchen sicher gut.“ (Wieso „danach“? Und wieso „ruhiges Mädchen“? Sind Mädels etwa nie temperamentvoll? Ich jedenfalls war ein echter Naturbursche.) Und so fort …
Bei so viel geballter „Lebensweisheit“ wusste ich erst gar nicht, wie ich reagieren sollte. Ich war einfach nicht darauf vorbereitet, dass einem jeder ungefragt nach dem ersten Kind ein Kind des anderen Geschlechts wünscht … Ich entschied mich für schweigen und lächeln, ich war ja sowieso sprachlos.

Jetzt wird es richtig laut

Als feststand, dass Kind Numero zwo tatsächlich „wieder ein Junge“ werden würde, bekam ich vielsagende, fast schon mitleidige Blicke. „Naja, Hauptsache gesund.“ (Äh, und was, wenn nicht?) – „Dann versucht ihr es eben ein drittes Mal. Bestimmt wird es dann ein Mädchen.“ (Zwei Kinder reichen mir eigentlich … Aber stimmt, wir können natürlich auch so lange „machen“, bis Numero elf oder zwölf dann ein Mädchen ist.) – „Dann wird es jetzt schön laut bei euch.“ (Bei uns ist es bereits jetzt laut. Kinder sind nun einmal laut … egal.)
Die Vorteile von Mädchen gegenüber Jungs oder andersherum aufzudröseln, finde ich doof. Weil es das für mich nicht gibt. Und schon gar keine Nachteile. Kinder sind Individuen. Und nicht (nur) Mädchen oder Junge.
Du hast ein gesundes Kind? Einfach wunderbar. Klug ist es zudem? Ein wahres Geschenk. Schön auch noch?! Was für ein  herrlicher Bonus. (Klar, alle Eltern finden ihre Kinder schön. So hat es die Natur eben eingefädelt. Selbst wenn sie es gar nicht sind, denn einige Kinder sind nämlich echt nicht schön, hähä.)
Was ich mich bei all dem eigentlich frage: Warum zum Geier gratuliert einem keiner zum zweiten kleinen Kerl, der gemeinsam mit seinem großen Bruder Weltraumraketen aus Eierkartons und Stöckchen zusammentüftelt und Dinosaurierbabys aus dem Eis(fach) befreit?

Wie war das bei euch in der zweiten Schwangerschaft? Singt mir doch mal ein Liedchen davon, ich freu mich drauf. 🙂

Tohuwabohu im Kinderzimmer

Es ist Nachmittag. Mein vierjähriger Sohn spielt oben in seinem Zimmer mit einem Freund. Unten in der Küche sitzen dessen Mutter und ich, trinken ganz klischeehaft bei Regenwetter und Kerzenschein unseren Nachmittagskaffee, erzählen uns von unserem bisherigen Tag. Halbtagsmütter. Sie im Büro, ich am heimischen Schreibtisch. Ein Projekt, das nicht richtig zum Rollen kommt, ein Artikel, der noch nicht ganz rund ist …

Rumms. Na, das sind wohl die Jungs. Unser Fachwerkhaus ist nicht erstklassig isoliert, da hört man es schon mal rumpeln. Nach einer Weile gehen wir lieber doch mal nachschauen. Wir klopfen brav an, öffnen aber ohne die Antwort abzuwarten die Tür.

„Was ist denn das hier für ein Tohuwabohu!“, entfährt es mir. Bausteine, Autos, Bücher, … alles durcheinander. Kein guter Anblick für Ordnungsliebende.
Naja. Sie spielen eben schön … Tür zu. Wir Frauen gehen lieber wieder nach unten.

„Tohuwabohu“. Das muss man sich mal bitte laut auf der Zunge zergehen lassen: Was für ein schönes, geheimnisvoll klingendes Wort. Es bedeutet, dass etwas chaotisch ist, ein richtiges Durcheinander. Und woher stammt es?

Die Journalistin recherchiert. Der Begriff taucht in der Bibel auf, genauer: im Alten Testament, Genesis 1,1-2: „Bereshith bara elohim et hashamajim v’et ha’arez, v’ha’arez hajtah tohu vavohu […]“ Aha! Hebräisch also. Martin Luther übersetzte das einmal so: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer […]“ .

Wüst und leer? Da oben in der Kinderchaosbude sieht aber nix wüst und leer aus … einfach nur unordentlich. Wie dem auch sei: Wir hören es jedenfalls noch ein paarmal poltern und rumpeln. Die Jungs haben Spaß und wir hier unten mal unsere Ruhe. Gut so.


Möwen-Tohuwabohu. 🙂

Am seidenen Faden

„Mama, gleich hab ich gewonnen, ich brauch nur noch eine Drei!“, triumphiert zappelig mein vierjähriger Sohn, etwas zu früh, wie ich finde. Die Würfel sind ja noch nicht endgültig gefallen …
„Na, warte mal ab. Dein Sieg hängt am seidenen Faden! Lass mich eine Sechs würfeln, dann noch eine … “
„Mama, was heißt ‚am seidenen Faden‘?“ Stirnrunzeln seinerseits.

Gute Frage. Soviel ist schon mal klar: Hängt etwas „am seidenen Faden“, ist es nicht sicher, es ist gefährdet. Wie ein dünner Bindfaden eben, der beinahe zerreißt. Aber woher stammt der Spruch eigentlich?

Ich lese noch einmal genauer nach: Damokles aus der griechischen Sage bewunderte und beneidete seinen Herren, den Tyrannen Dionys, um seine Macht. Er müsse doch deshalb der glücklichste Mensch auf Erden sein! Kurzerhand bot Dionys seinem Schützling an, seinen Platz an der königlichen Tafel einzunehmen. Ein Rollentausch quasi. Über Damokles‘ Haupt ließ der König ein Schwert aufhängen, das nur an einem Fädchen festgebunden war. Dies, um Damokles zu zeigen, wie gefährlich so ein Amt doch war. Der junge Mann saß also speisend am Tisch und schaute irgendwann durch Zufall nach oben: Sofort verging ihm natürlich die Lust am Essen und Königsein …
Als ich fertig bin mit meiner hoffentlich kindgerechten Erklärung, würfelt mein Junge. Eine Drei.
„Gewonnen!“
Na, das war wohl nix mit dem Faden heute für mich.

Sohn 1.0 beim Spielen in einem Ärztewartezimmer.

Lebenfleck

Sonntag. Es ist früh am Morgen. Kinder und Eltern spielen. S1 guckt auf seinen Oberschenkel und pult an einer Stelle herum.
Mama: „Ja guck, da hast Du einen Leberfleck.“
S1, fast vier Jahre alt: „Äääh? Ein Leeebenfleck?“ Lachen, dann kurzes Schweigen. Zu kurz, um sich einzumischen. „Und wenn man stirbt, ist das dann ein Gestorbenfleck, Mama?“
Äääh …

Morgenstund hat Sprachgold im Mund. Einen schönen Sonntag allerseits.