Dienst tun am Dienstag

Schon wieder Dienstag! Noch während ich mich an meinen Schreibtisch setze, überlege ich, warum der Dienstag eigentlich Dienstag heißt. Klarer Fall für meine Recherche.

Und hier das Resultat: Schon im Mitteralter glaubten die Menschen, dass man an einem Dienstag zu dienen hat. Man ging sogar so weit, den Namen mit Dies servitii (Tag des Dienens) ins Lateinische rückzuübersetzen.

Das ist aber nicht richtig: Ursprünglich hieß der Dienstag Martis Dies. Tag des Mars. Denn so wie alle anderen Wochentage wurde auch der Dienstag nach einem Gott benannt (siehe Freitag). Und in diesem Fall war es eben der Kriegsgott Mars, dem auch der „rote Planet“ seinen Namen zu verdanken hat.

Okay, soweit alles klar. Aber warum heißt jetzt der Dienstag nicht Marstag oder Martistag – oder so? Ganz einfach: Die Germanen haben statt des römischen Gottes einfach ihren eigenen genommen und den Tag nach diesem benannt: Ziu. Daraus ist dann der Ziestag und später unser Dienstag geworden.

Na dann: Allen einen schönen Dienstag!

Schweißer im Dienst

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Suchet, so werdet ihr (mich) finden

Zu erfahren, wie Menschen auf meinen Blog gelangen, ist für mich eine spannende Sache. Bisweilen staune ich über die Suchbegriffe, die dem Finden vorangehen: Sie sind witzig, traurig oder einfach nur wunderlich. Ich könnte Stunden damit zubringen, mir Geschichten zu diesen Phrasen auszudenken oder zu sinnieren, was sich genau hinter diesen Suchbegriffen verbirgt. Meine Favoriten aktuell:

  • wohlhabende frau beinamputiert
  • fahrradleichen berlin
  • eingepackt strumpfhose
  • immer schönes wetter/schönes wetter was tun
  • tür nach innen drücken

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Little Big Berlin

Der Autor dieses Videos schreibt über sein Werk: „Diesen wundervollen Film widme ich meiner Stadt Berlin, in der ich seit 19 Jahren lebe. Berlin macht aber nicht nur die Architektur aus, sondern vor allem die Menschen, die Berlin zu so einer einmaligen schönen Stadt machen. Man muss nur hinschauen und kann an jeder Ecke etwas Besonderes entdecken. Und am besten filmt man dies auch gleich … “
Recht hat er, finde ich!

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Jacke – verzweifelt gesucht

Dreh in einem Altenpflegeheim. Unser Filmtrio porträtiert eine Ergotherapeutin. Dann eine Altenpflegerin. Wir dürfen auch einem hochmotivierten und kreativen Koch in seine Töpfe luken und ihm – wenigstens ein paar – seiner „ganz persönlichen Kochgeheimnisse“ entlocken. Es duftet wirklich wunderbar. Champignons, frische Kräuter, jede Menge Sahne … Sünde! Und es ist elf Uhr durch. Mein Magen beginnt zu knurren. Echt eine fiese Sache, so ein Dreh auf nüchternen Magen.

Hochkonzentriertes Arbeiten. Schuss, Gegenschuss. Totale, Close-Up, Schwenk. Und so weiter. Die Stunden vergehen. Es ist Nachmittag, und wir haben alles im Kasten. Gut gelaunt – und hungrig – gehen wir in Richtung „Produktionsauto“. Alles schön in Ruhe zusammenpacken und uns dann ein gepflegtes Mittagsmahl genehmigen. Das haben wir uns auch verdient. Pizza. Oder Nudeln. Oder Steak oder so.

„Meine Jacke … !“ Unser Kollege schaut uns an. So, wie man eben schaut, wenn die Erkenntnis kommt, dass etwas fehlt. Es fehlt: eine dunkelblaue Adidas-Jacke. Mit drei weißen Streifen. Na klar. Wir suchen sie überall – und zu dritt. Nichts und nirgendwo. Vom Erdboden verschwunden, so scheint es. Eine regelrechte Jagd quer durch die sechs Etagen des Heims. Wir fragen alle, die uns in die Quere kommen über den Weg laufen: Pfleger, Reinigungskräfte, Senioren. Doch noch einmal auf die Sechs? Ja, einen letzten Versuch starten wir noch. Ansonsten ist sie eben weg, die Jacke.

In der sechsten Etage befindet sich die Wohngemeinschaft der Demenzkranken. Blick nach links, Blick nach rechts. Nein, auf der Herrentoilette ist sie auch nicht. Sicherheitshalber schaue ich sogar in einen Papierkorb. Man kann ja nie wissen. Sie ist wohl wirklich weg.

Wir laufen an einem sportlich gekleideten Herrn vorbei. Ich finde ihn auf Anhieb sympathisch. Und so adrett! Warum genau? Ich drehe mich noch einmal nach ihm um. Er sieht wirklich gut und um einiges jünger aus in dieser Jacke – ich schaue genauer hin – dunkelblauen Adidas-Jacke! Ich bleibe stehen, mache – total unauffällig – „ksssst!“ zu den Jungs. Wir starren mit offenem Mund – und brechen in Gelächter aus.

Die Situation klärt sich rasch. „Prof. Dr. Schmidt!“ Der Pfleger geht auf seinen Patienten zu. „Ist das Ihre Jacke?“ Er blickt grinsend zu uns rüber. Wir nicken. Der Pfleger lacht; der Senior grinst schelmisch.

Ein altes Sprichwort besagt: Wem die Jacke passt, der mag sie anziehen.
Und genau das hat der alte Herr wohl auch gedacht.

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