„Sinas Traum ist unser Auftrag“

Heute wurden in Quakenbrück die neuen Büros des so genannten Sozialraumteams 1 eingeweiht. Seine Aufgabe unter anderem: Nähe zu den Menschen schaffen, präventive und unterstützende Hilfsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Familien anbieten. Tolles Projekt, tolle Initiatoren, tolle Menschen. Und allesamt sympatisch.

>> Dieser Artikel ist auch hier sowie in der Printausgabe erschienen.

V.l.n.r: Projektleiterin Sozialraumorientierung: Sylvia Bachers, Bürgermeister von Fürstenau: Peter Selters, Bürgermeister Artland: Reinhard Scholz, Sozialraumleiter Norbert Hagemann, Kreisrat Matthias Selle und Fachdienstleiter Stefan Ottmann.

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Montagsspaziergang gegen Atomkraft

Sie ist ganz spannend, meine neue Heimat. Und ich habe hier auch schon eine Tageszeitung gefunden, für die ich frei schreiben und fotografieren kann. So war ich am gestrigen Montag auf dem so genannten Montagsspaziergang gegen Atomkraft im Nachbarort Quakenbrück. Unter dem Motto „Abschalten!“ gingen etwa einhundert Bürger auf die Straße, um gegen Atomenergie zu protestieren und die aktuelle Energiepolitik anzuprangern.

Wen es interessiert: hier mein vollständiger Bericht für das Bersenbrücker Kreisblatt.


Montagsspaziergang: mein Artikel in der Printausgabe des Bersenbrücker Kreisblatts

Warten auf den Demobeginn: Herr Baumann auf dem Marktplatz

Kinder gegen Atomkraft

Quakenbrücker gegen Atomkraft

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Alles auf dem Schirm

Ich ziehe um – von der Großstadt aufs Land. Und als ob das allein nicht schon Umstellung genug wäre, gibt es auch noch jede Menge zu tun: Kisten verpacken, den gesamten Umzug organisieren, den Strom kündigen und und und … Aber gar kein Problem, ich habe alles auf dem Schirm. Und noch während ich packe und räume, frage ich mich, woher eigentlich dieser Ausdruck stammt: etwas auf dem Schirm haben. Hat das etwas mit Bildschirmen zu tun?

Diesmal liege ich tatsächlich richtig mit meiner Vermutung: Die Redewendung geht auf den Fluglotsen-Beruf zurück, der – im wahrsten Sinne des Wortes – alles auf dem Schirm hat, damit Flugzeuge ohne Zwischenfälle starten und landen können: Auf ihren Monitoren können sie alle wichtigen Informationen ersehen und haben darüber hinaus Kontakt per Funk mit den Piloten. Wenn jemand – so wie ich jetzt – alles unter Kontrolle hat und an alles denken muss, dann hat er eben alles auf dem Schirm. Na, dann kann ja gar nichts mehr schiefgehen.

Haben alles auf dem Schirm: Regie-Mitarbeiter im Fernsehstudio

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Angeschmiert

„Pass auf, wir machen das so: Du stehst Schmiere, und ich hol die Zeitschrift!“, flüstert der Junge seinem Freund im Befehlston zu. Ich stehe am Konservendosenregal und glaube zuerst, mich verhört zu haben. Zeitschrift holen. Die beiden Jungs wollen doch tatsächlich klauen. Ich bin ein bisschen wie paralysiert, und noch bevor ich mich in den Coup einmischen kann, flitzt der Flüsterbengel schon los in Richtung Zeitschriftenregal – natürlich total unauffällig. Ich muss grinsen ob dieses Anblicks.

Gehe ich jetzt petzen oder nicht? Noch während ich darüber nachdenke, geht in einer anderen Gehirnwindung die Sprachwissenschaftlerin mit mir durch: Warum sagt man eigentlich „Schmiere stehen“? Damit etwas läuft wie geschmiert? Ja, das ist eigentlich ein recht guter Ansatz, finde ich. Er stimmt nur leider nicht: Das Wort „Schmiere“ stammt aus dem Jiddischen („schimro“) und bedeutet „Bewachung“. Dieser Begriff ging in die Gaunersprache ein und gelangte mit der Zeit ins Deutsche, wo er sich dem Wort „Schmiere“ anglich. Aha: Der eine klaut, der andere bewacht. Logisch.

Eine Verkäuferin kommt um die Ecke. Sie bleibt stehen und beobachtet den Dieb. Durch mich geht ein Ruck, als würde ich selbst erwischt. Stirnrunzelnd und die Arme in die Hüften gestemmt schaut die Frau dem Jungen zu, wie er sich die Zeitschrift in die Tasche stecken möchte. Er schaut nach links und nach rechts, nur eben nicht halbschräg nach hinten. Der andere Bengel bemerkt es zu spät. Er läuft rot an, und noch ehe er seinen Freund warnen kann, geht die Verkäuferin schnurstracks auf den Dieb zu und stellt ihn keifend zur Rede. Fehlt nur noch, dass sie ihn am Ohr zum Filialleiter schleift. Der ist jetzt echt angeschmiert, der Arme.

Stehen keine Schmiere, lästern nur: Teenager-Mädchen

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